Description
Einwand auf Großleinwand
Rainer Forster von CAMPACT hatte kräftig die Werbetrommel für eine außergewöhnliche Vorpremiere im Erdinger CINEPLEX gerührt: „Unter Kontrolle“, der jüngste Film des Regisseurs Volker Sattel zeigt in düsteren Farben und schmerzenden Tönen die Innereien der deutschen Atomkraftwerke und die Arbeitsumgebung der Menschen, die darin arbeiten. Sie sind von der Rechtschaffenheit ihrer Arbeit überzeugt und sehen sich als Opfer einer Kampagne. Der Zuschauer beobachtet Routine und fühlt Beklemmung. Im ganzen Film fällt kein einziges Wort der Kritik an der Atomkraft. Trotzdem hat man das Gefühl, Sicherheit kann es angesichts der Kompliziertheit der Technologie und der menschlichen Unzulänglichkeit der Reaktorfahrer nicht geben. Der GAU hängt permanent in der klimatisierten Luft der Steuerungsanlage und lässt Schauer über den Rücken laufen.
Der Film wird in Kürze noch einmal gezeigt.
Im Anschluss an den Film referierte Prof. Ernst Schrimpf, Sprecher der Bayerischen Solarinitiativen, über den Fahrplan, bis 2020 100% Strom aus Erneuerbaren Energien zu beziehen und bis dahin auf nukleare und fossile Energiequellen zu verzichten. Zusammen mit dem ÖDP-Energieexperten und Kreisrat Karl Heinz Jobst stellte er sich anschließend den zahlreichen Fragen aus dem Auditorium. Diese zeigten, dass die Notwendigkeit einer raschen Energiewende bei den Bürgern angekommen ist. Der Wunsch nach Windkraft mit Bürgerbeteiligung stand dabei im Vordergrund.
Campact hatte im Zusammenhang mit der Vorpremiere gleichzeitig eine Diskussion mit Bundestagsabgeordneten der Regierungskoalition angeregt. Leider waren deutschlandweit nur wenige Abgeordnete zu einer Auseinandersetzung mit dem Thema in der Öffentlichkeit bereit oder in der Lage. Auch Dr. Max Lehmer blieb aus terminlichen Gründen der Veranstaltung fern.
Als Entschädigung für die versäumte Veranstaltung überreichte Karl Heinz Jobst am nächsten Tag in der CSU-Kreisgeschäftsstelle dem Geschäftsführer ein symbolisches Energiesparpaket für Dr. Max Lehmer, und ihm das hervorragende Arbeitspapier des CSU-eigenen Arbeitskreises Umweltsicherung und Landesentwicklung wärmstens ans Herz zu legen und dessen Positionen zu vertreten.
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